Der frühe Bergbau an der Ruhr

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Stadt Bochum

gegründet: 1732

konsolidiert: Hasenwinkel-Himmelscroner Erbstollen (1829)

neu-gegründet: 1856

konsoldierte Vorgänger:
Hasenwinkel-Himmelscroner Erbstollen
Ver. Kirschbaum und Neumark

konsolidiert:
Friedlicher Nachbar (1904)

max. Förderung: 393.000 t/a (1907)


Weitere Informationen

Pictogramm Buch Walter E. Gantenberg, Engelbert Wührl: Vom Kohlengraben zum Tiefbau, Klartext Verlag, Essen, 2006

Relikte:

Die Tagesanlagen sind nach der Stilllegung zum großen Teil abgerissen worden.
Noch erhalten sind:
Maschinenhaus
Wetterschacht
Markenkontrolle Kokerei
Steigerhäuser.

Der Straßenname Hasenwinkeler Straße errinnert ebenfalls noch an die Zeche.

Karten

 Karte mit historischer Situation
 Karte mit gegenwärtiger Situation

Zeche Hasenwinkel

Das Feld der Zeche Hasenwinkel wurde gemeinsam mit dem der Zeche Sonnenschein verliehen, die von der gleichen Gewerkschaft betrieben wurde. Der Abbau erfolgte zuerst über den alten Hasenwinkler Stollen, der vom Köllermanns Siepen aus vorgetrieben wurde. Vier Flöze konnten auf diese Weise erschlossen werden. Im Jahr 1772 wurde ein tiefer gelegener, neuer Hasenwinkler Stollen angelegt, der eine Mehrtiefe von ca. 10 m brachte. Auch die neugewonnene Mehrtiefe war allerdings nach einigen Jahren erschöpft. Deshalb einigten sich die Zechen Hasenwinkel und Sonnenschein im Jahr 1785 mit der Gewerkschaft von General über den gemeinsamen Vortrieb eines neuen Erbstollens vom Ruhrtal aus. Der General & Sonnenscheiner Erbstollen (oder General-Himmelscroner Erbstollen) sollte eine höhere Abbautiefe in der Grube ermöglichen. Im Jahr 1809 konsolidierte man mit der Nachbarzeche Sonnenschein unter Beibehaltung des Namens Hasenwinkel.

In der Folgezeit avancierte die Zeche zu einer der größten Zechen der Grafschaft Mark. Man baute ab 1809 eine der ersten Pferdebahnen im Revier, die bis zur Ruhr in Dahlhausen führte.

Im Jahr 1829 wurde die Zeche mit der Zeche General und Himmelscroner Erbstollen zu der neuen Zeche Hasenwinkel-Himmelscroner Erbstollen konsolidiert. Ab 1856 wurden u.a. mit der Zeche Ver. Kirschbaum und Neumark weitere Felder hinzugewonnen und die Zeche wieder unter der Bezeichnung Hasenwinkel konsolidiert. In 1890 kam die Zeche in den Besitz des Bochumer Vereins und wurde in großem Stil erneuert. Bereits in 1904 waren die Kohlenvorräte weitgehend erschöpft. Die Zeche wurde an die Nachbarzeche Friedlicher Nachbar veräußert, wo sie als Nebenanlage weiterbetrieben wurde. Die endgültige Stilllegung erfolgte im Jahr 1919.

Quellen: [7], [10]

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